Enneagramm

Seit Menschegedenken versuchen wir, unser eigenes Verhalten und das der anderen zu verstehen. Verschiedene Typenlehren wurden entwickelt, um den unterschiedlichen Motiven menschlichen Handelns auf den Grund zu gehen. Mit einigen davon habe ich mich ausführlich befasst. Sie finden hier meinen Artikel „Im Anderssein sind alle gleich“ im Online Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst.

Das Enneagramm bietet eine verständliche Struktur, die in mehreren Komlexitätsebenen verstanden werden kann. Das ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Grundlagen. Diese Typologie ist beim weiteren Studium mehrdimensional genug, um den Facettenreichtum des Menschseins angemessen abzubilden.

Und das Beste: In keinem anderen Konzept zur Analyse von Persönlichkeitsmustern habe ich eine verlässliche Dynamik gefunden. Jedes Typenmuster verändert sich in einer definierten Weise, wenn es der entsprechenden Person besonders gut (Trostpunkt) oder besonders schlecht (Stresspunkt) geht. Hieraus lassen sich spezifische Problemfelder und Entwicklungspotenziale erkennen.

Ich liebe die Arbeit mit dem Enneagramm, weil sie uns dem Wesentlichen näherbringt. Unterschiede im Erleben werden begreifbar. Missverständnisse können aufgeklärt werden. Konflikte – innere und äußere – finden sinnige Erklärungen und damit auch Lösungsmöglichkeiten.

Das Enneagramm eignet sich hervorragend zur Kombination mit anderen Methoden. Man kann Typenmuster zum Beispiel aufstellen oder Trost- und Stresspunkte in bewährte Kreativitätstechniken wie Disney’s Denkstühle einfließen lassen.